Sonntag 07. Februar 2106 07:28 Alter: -85 Jahre

Von: Maria Peters

… so muss das nicht unbedingt von Nachteil sein!
So spät war ich noch nie mit meiner ECKE, und ich gelobe definitiv Besserung – aber so manches klappt ja z.Z. nicht: Reise- und Urlaubspläne, Feste und Feiern … nur BBO bleibt eine große Konstante, auch wenn das nicht jedermanns Sache ist!
So war ich letztens kurz vor Beginn der Nachteulen online und stieß auf ChessTR! Dahinter verbirgt sich (für die, die ihn nicht kennen) Thorsten Roth aus Bielefeld. Wir machten in 2009 zusammen unseren Übungsleiter in Hannover – im letzten Jahr verstärkte er als Kurt Langs Partner eine unserer Ligamannschaften.

Nun – wir waren einen Hauch zu spät mit unserer Anmeldung; da aber Kurt als Turnierleiter noch ein Paar fehlte, rutschten wir noch so eben hinein. Kurz gechattet, minimale Absprachen während dem ersten Spiel ausgetauscht, und dann in medias res!
Und es lief! Nicht alles, aber wir konnten uns nicht beschweren. Am Ende meinte Thorsten, dass wir im Prinzip nur deutsche Meister o.ä. vor uns hatten, aber außer dem 4. Platz machte das folgende Spiel besonderen Spaß!
Es gibt ja eine Menge Sprüche am Bridgetisch, die Anfängern nicht so geläufig sind - das merkte ich jetzt bei Schülern: angefangen von meinem Kindheitsspruch „allein klettern die Affen“ über „liegt am Tisch nur Schrott“ bis hin zu „keine verlorenen Werte in Gegners Farbe“ - - - aber den schönsten Spruch finde ich: „Pick a Slam“!
Das klingt geradezu paradiesisch: pflücke Dir die schönste Frucht, und das ganze ohne Vertreibungsängste!
Thorsten vermittelte mir sein Semiforcing mit den beiden roten 5er-Längen, ich zeigte ihm zwischendurch ein 5er-Pik ab 4 Punkten und besserte ohne Treffstopper in Coeur aus. Nun erfolgte die Assfrage auf dieser Basis, und nachdem Thorsten nun ein Ass von mir wusste, bot er 6 Karo: „Pick a Slam“ – such Dir die schönste rote „Frucht“ aus. Da fand ich dann doch „die dritte Karo 10“ (noch so ein Bridgerlatein) deutlich erfolgversprechender. Ich wünschte ChessTR dann viel Glück, wobei natürlich postwendend der Hinweis kam: DU spielst – klar, ich hatte ja Karo als Relais geboten.
So wie ich spielte, gab ich einen Stich ab!

Von 60 Paaren waren fünf im Schlemm, und fast 10 IMPs waren der verdiente Lohn für eine Reizung, die auch ohne große Absprachen erfolgreich war!
Und als dann ein paar Spiele später im Chat auch noch ChessTR‘s Kommentar „schöner Squeeze, Maria“ auftauchte, war der Abend endgültig perfekt …


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