Freitag 26. Januar 2018 21:15 Alter: 29 Tage

Von: Maria Peters

Der Januar ist schon fast vorbei – höchste Zeit für die erste ECKE in 2016!

Am 7. Januar trafen sich eine große Zahl „sofortauskunftsinteressierter“ Bridger (vielen Dank für das rege Interesse, über das ich mich persönlich sehr gefreut habe!) in unseren Räumen, und alle sind seitdem eifrig mit der Realisierung beschäftigt.
Unabhängig von der Sinnfrage haben die neuen verbalen Einstreuungen zur allgemeinen Kommunikation beigetragen – und auch so mancher Lacher wurde erzeugt, wenn zum Beispiel jemand nach der Aufforderung „drei“ zu sagen stattdessen zum Gebot 3 Treff griff, und es länger dauerte, bis er begriffen hatte, dass „sagen“ nicht „reizen“ bedeutet.

An diesem Abend hatten die Ost/West-Spieler in Board 26 beide „die Klaue voll“, wie man so schön sagt. Der Eröffner startete vermutlich mehrheitlich mit einem 2-SA-Gebot mit 21 Figurenpunkten, und der Partner blickte auf 16 mit einer 4er-Oberfarbe.

Wie so oft führen beim Bridge ja verschiedene Wege zum Schlemm – in diesem Fall zehnmal zum kleinen und zweimal zum großen.

Zum einen reizte Peter Haensel direkt 7 SA, frei nach dem Motto: wann hat man mal so viel – wird schon reichen ….

Den anderen Großschlemm reizten die Damen Keibel und Lüben aus – auf welche Weise könnten sie uns vielleicht noch einmal erzählen … chapeau!

Unser „Großmeister“ Bernhard Sträter verfocht im Nachhinein die Absicherung des Kontraktes durch eine Ass-Frage – z.B. mit 4 Treff (die alte Gerberkonvention). Denn es könnten ja auch in den Unterfarben Längenpunkte in jeder Hand vorhanden sein, sodass sich theoretisch bei 37 FL ein Ass in gegnerischer Hand befinden könnte.
Ohne eine lange Farbe wäre auch das Fehlen eines Königs unangenehm – wer es also ganz genau wissen möchte, könnte noch nach den Königen fragen.

Ein weiteres Schlemminstrument wäre auch die quantitative Frage für den Großschlemm mit 5 SA, direkt auf 2 SA gereizt (oder später nach Stayman) – hierauf sollte der Eröffner mit 20 Punkten 6 SA und mit 21 Punkten 7 SA reizen!

Ich spielte an diesem Abend mit Kurt Lang, und ziemlich „unabgestimmt“ schloss ich nach einem kurzen „Stayman-Versuch“ (ohne Erfolg) in 6 SA ab! Dabei musste ich an meinen ersten Großschlemm denken, den ich vor vielen Jahren "bei Schomann" mit meinem Mann reizte. Frisch mit „Benjamin“ bewaffnet starrte ich auf 25 Punkte – da eröffnete mein Gatte mit 1 Pik! Mit klopfendem Herzen (und 3er-Pik-Anschluss) packte ich einfach mit 7 SA den gesamten Inhalt des Bietkastens auf den Tisch – der absolute Top!


Aber als ich meiner Mutter stolz von dieser Heldentat berichtete, meinte sie nur: „ Also, bei Dir hätte ich schon eine etwas wissenschaftlichere Reizung erwartet …“ - es hätte wirklich das Pik-Ass fehlen können!!!


   Impressum  | Anfahrtbeschreibung  | Login  | Kontakt